Wannseebadweg und Schwanenwerder

Der Wannseebadweg ist die Verlängerung der Spanischen Allee nach Nordwesten und beginnt an der Kreuzung mit dem Kronprinzessinnenweg, führt am Strandbad Wannsee (Nr. 25) vorbei und mündet an der Havel über eine Brücke in die Inselstraße auf Schwanenwerder.

 

Abzweig von Kronprinzessinnenweg (links und rechts) und Wannseebadweg (geradeaus) von der Spanischen Allee

Gegenüber der „Waldhütte“ auf der anderen Seite des Wannseebadwegs wurde am 1.6.1951 die Funkstelle Nikolassee in Betrieb genommen. Von hier aus wurde bis zur Inbetriebnahme des Fernmeldeturms auf dem Wannseer Schäferberg der Telefonverkehr zwischen Westberlin und dem Bundesgebiet abgewickelt.

Übrigens: die einzige Berliner Briefmarke mit einem Nikolasseer Motiv.

 

Auf dem Weg zum Strandbad Wannsee konnte man sich hier in der „Waldhütte“ am Wannseebadweg erfrischen, bis ein Brand in den 1950er Jahren das Lokal zerstörte – heute wieder aufgeforstet. 

 

Seit 1937 ein Begriff in Berlin: die „Wannsee-Terrassen“ (links nach Fertigstellung, rechts in den 1960er Jahren), die am 25. Dezember 2001 infolge Feuers in einer Dunstabzughaube abbrannten. Ein Wiederaufbau ist seit längerem geplant.

 

 

Schwanenwerder

 

Schwanenwerder (bis 1901 Sandwerder) wurde zum Jahreswechsel 1925/26 ein Teil von Nikolassee. Auf der rechten Ansichtskarte links oben die Insel Lindwerder, die bereits vorher in Nikolassee „eingemeindet“ wurde.

Landweg um 1910 nach Schwanenwerder, bis 1925 zu Kladow gehörend. Der Wasserturm wurde 1937 abgerissen.

Zufahrt Wannseebadweg/Inselstraße nach Schwanenwerder heute; rechts im Bild das Haus Inselstr. 2, erbaut 1934/35

Nr. 8, Wirtschaftsgebäude (erbaut um 1929) zu Haus Nr. 10 und Bootsschuppen (erbaut 1950), ab 1951 bis Anfang 2010 Dienstgebäude der Wasserschutzpolizei

Nr. 20/22, erbaut um 1910 für Bankier Arthur Salomonsohn, heute Stadtrandheim Tempelhof

Fragment (Spolie) des Hôtel des Tuileries in Paris neben dem Haus Inselstr. 8 – Baudenkmal

Torbogen des Hauses Inselstr. 37, „Der Schwanenhof“, erbaut um 1900 von Wessel & Burchardt – Baudenkmal

Nr. 28, erbaut um 1913 für den Bankier Eduard Mosler, heute ev. Bildungsstätte – Gartendenkmal

Nr. 38, „Amselhof“, erbaut um 1922 für Fabrikant Heinrich Brückmann, ab 1937 Reichsbräuteschule des Deutschen Frauenwerks, Mütterdienst (Leiterin Gertrud Scholtz-Klink) – 1964 abgerissen

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