Schlachtensee-Ost

 

Der Seeschlag

 

 

Dieses außerhalb der Territorien von HAG und ZWTAG liegende, in bäuerlichem Besitz befindliche Gebiet – der „Seeschlag“, eines der vier Gebiete der um 1845 aufgeteilten Zehlendorfer Feldmark – wurde ab Ende des 19. Jahrhunderts besiedelt. 1897 wurden sechs Häuser genannt, die trotz teilweiser größerer Entfernung dem Weg „Längs des Sees" (heute Straße  Am Schlachtensee) zugeordnet wurden. Von Ost nach West bis zum Bahnhof Schlachtensee waren dies die Alte Fischerhütte, das Donathsche, Ziethensche, Kleinertsche und Hornemannsche Haus (siehe Bewohner von 1897) sowie das „Vegetarianerheim“. Ab 1901 wurden nach und nach die heutigen Straßen angelegt, zuerst der Elvirasteig (ab 1901 Zietenweg). Als letzte Straße entstand der Flachsweg (1938: Parler Straße) auf dem Gelände des abgerissenenen Vegetarianerheims zusammen mit der Verlängerung der Terassenstraße (1939 Donnhäuser Straße) nach Westen bis zur Straße Am Schlachtensee. Der Elvirasteig bildet die „Trennlinie“ zwischen den Siedlungsbieten Schlachtensee-Ost und Zehlendorf-West nördlich der Wannseebahn.

 

Terrassenstraße

Blick von der Straße Am Schlachtensee in den westlichen (neueren) Teil der Terrassenstraße

Terrassenstraße 16 (früher 17), Landhaus Kuczynski, erbaut 1913/14 für Dr. Robert René Kuczynski, mit Gartenhaus (erb. 1919/20) von Hermann Muthesius – Baudenkmal/ Denkmalensemble

Hier verbrachte der Historiker Jürgen Kuczynski (1904–1997) seine Jugend. Dessen Familiengeschichte erschließt sich über  gradenwitz-kuczynski.de

Nr. 20 (früher 13/15), Wohnhaus, erbaut 1923/24 von Ernst Schneckenberg für Fabrikant Carl Niemann – Teil des Denkmalensembles

Nr. 24 (früher 9/11), Wohnhaus, erbaut 1901/02 von Johann Roesler/HAG für den Kfm. Hugo Kneidel – Teil des Denkmalensembles

Nr. 25 (früher Längs des Sees 4/Terrassenstr.  4), Kleinert’sches Haus, erbaut 1895 für den Gastwirt (Leipziger Platz) Karl Kleinert – das älteste Haus im „Seeviertel“ (baulich verändert)

Nr. 26/28 (früher 3/5), Landhaus Schmidt, erbaut 1901 für den Kfm. Johann Schmidt (Charlottenburg) – Baudenkmal/Denkmalensemble

Nr. 27 (früher Längs des Sees 6, dann Terrassenstr. 2) Ecke Schlickweg, Hornemann’sches Haus, erbaut um 1896 für Rentier Ferdinand Hornemann

Ansichtskarte um 1910. Links voll sichtbar Haus Nr. 25, rechts (Turm) Vegetarianerheim

Blick vom Schlachtensee auf das Baudenkmal-Ensemble Terrassenstraße (von links) 20, 22, 24 und (verdeckt) 26/28

Treppe zwischen den Häusern 30 und 32 zum Schlachtensee

mit Blick auf das Nordufer und die Alte Fischerhütte

Blick von der Terrassenstraße in den um 1938 angelegten Flachsweg, wo einst das „Vegetarianerheim“ der Neuen Gemeinschaft (siehe nebenstehendes Bild) stand.

Am Schlachtensee 52 (vor 1933 Seestr. 35–37, Vegetarianerheim, erbaut um 1896 von Theodor Seiferth für den Bankier/Rentier W.A. Securius (Wiesbaden)

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