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Schopenhauerstraße
Zwischen Lückhoff- und Krottnaurerstraße
Anfang
1937 wurde die Sudetenstraße (sie gab dem „Sudeten-Dreieck“ ihren
Namen), die an der Wannseestraße (heute Spanische Allee) begann und mit
der markanten Serpentine bis zur Rehwiese führte, in Schopenhauerstraße
umbenannt und unter Einbeziehung der damaligen Kronprinzessinnenstraße
bis zur Johanneskirche in Schlachtensee verlängert. Außerdem endet sie
seitdem an der Lückhoffstraße. Die bisherigen Grundstücke an der Kurve,
Sudetenstraße 49 und 54a, wurden in die Lückhoffstraße einbezogen (nun
Nr. 35 bzw. 34), die Grundstücke Sudetenstraße 56 und 58 in den Kirchweg
als Nr. 53 bzw. 57. Die Grundstücke an der Südseite der Sudetenstraße
bildeten bis Anfang der 1930er Jahre die südöstliche Grenze Nikolassees
zu Zehlendorf. Mit der Umbenennung wurde die Schopenhauerstraße neu
nummeriert. Der Nikolasseer Anschnitt südlich der Spanischen Allee
beginnt mit der Nr. 41 linksseitig und Nr. 40 rechtsseitig. Nachstehend
ist die ehemalige Hausnummer in der Sudetenstraße in Klammern hinter die
heutige in der Schopenhauerstraße gesetzt, die nach dem Philosophen
Arthur Schopenhauer (1788–1860) benannt ist.
Die
Bebauung der von Linden gesäumten Straße begann 1906 mit dem Haus Nr. 97
nahe der Rehwiese, weitere 18 Landhäuser und kleinere Villen folgten bis
1911. In den 1920er Jahren wurden fünf Häuser neu errichtet. Im und nach
dem Zweiten Weltkrieg wurden zehn Häuser zerstört bzw. abgerissen und
die Grundstücke durch Neubauten z.T. verdichtet bebaut. Ein
interessantes Zeugnis der Nachkriegszeit war der Bungalow Bohlmann,
erbaut 1958 von Hellmut Bressler und 2006 abgerissen, auf dem Grundstück
Nr. 91, das 2006/07 neu bebaut wurde.
Drei
der vier unter Denkmalschutz stehenden Bauten stammen von Hermann
Muthesius: Nr. 46, Nr. 53/55 und Nr. 71. Viertes Baudenkmal ist das
Holzhaus Nr. 61.
Ärzte
und Wissenschaftler, Kaufleute, Bankiers, Techniker, Künstler, Rentiers,
Offiziere – die ehemalige Sudetenstraße vermittelt besonders ausgeprägt,
welche Berufsgruppen sich einst in der Villenkolonie Nikolassee
ansiedelten.
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Markanter
Blickfang am rechten oberen Ende der Treppe von der Rehwiese:
links Haus
Föhreneck, Villa
Schmidtmann (Geh. Ober-Medizinal-Rat Adolf Schmidtmann), Schopenhauerstraße 97 (Sudetenstr. 54),
erbaut von der HAG 1905/06, Ansicht von 1910 – rechts: mit Landhaus Großcurth, Geh. Reg.-Rat H. Großcurth,
Schopenhauerstr. 95 (Sudetenstr. 52), erbaut 1907
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Nr. 93 (Sudetenstr. 50),
von der HAG 1906 erbaut für den Med.-Rat. Arthur Rogowski – abgerissen und mit
Reihenhäusern bebaut |
Nr. 85 (Sudetenstr. 38), erbaut von der HAG 1907/08 für Dir. Georg
Grabe |
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Nr. 84 (Sudetenstr. 37/39),
1906
von der HAG für Dr. phil. Paul Körner |
Nr.
83 (Sudetenstr. 36), 1908/09 von Architekt und Baumeister Carl Tiemann (Genthin)
für den Bücherrevisor Carl Theile
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Nr. 82 (Sudetenstr. 35), für Ober-Verwaltungsgerichtsrat
Ulrich Koppe,
1907
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Nr. 80 (Sudetenstr. 33), für Geh. Justizrat Felix Kaehler,
erbaut um 1906
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Nr. 79
(Sudetenstr. 32), für Kfm.
Ernst Noell, 1928
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Nr. 77 (Sudetenstr. 30a), Haus Waldfrieden, für Hofrat Richard Keßler,
erb. um 1908
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Nr. 75
(Sudetenstr. 30b), für Dr.
Hermann Goetjes, erb. 1927/28
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Nr. 73 (Sudetenstr. 30), für den Kfm. Gerhard Freund, erb. um 1919
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Nr. 72/74
(Sudetenstr. 29/31), erbaut 1913 für Dr. rer.pol. Max Andler
(Charlottenburg) – Eig. (Postkarte) 1930–39 Kfm. Gottfried Fuchs –
abgerissen und neu bebaut |
Nr. 71 (Sudetenstr. 28), Haus
Bloch, erbaut 1906/07 von Hermann Muthesius für den Ingenieur Albert Bloch (
Ansicht ca. 1910) – Baudenkmal
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