Schlachtensee-Ost

 

Salzachstraße (früher Alexanderstraße)

 

Die um 1898 benannte Alexanderstraße verlief ab der Breisgauer Straße als Industriestraße über das schon bestehende Orensteinische Lokomotivfabrik-Gelände und wurde ab derselben Zeit im Bereich Ahrenshooper Zeile/Bergengruenstraße von der HAG bebaut und später bis zur Matterhornstraße verlängert. In der NS-Zeit erfolgte die Umbenennung in Gobineaustraße bei gleichzeitiger Umnummerierung der Grundstücke (jetzt östlich beginnend), was bei der erneuten Umbenennung 1947 beibehalten wurde. Die Bebauung – von den drei Häusern Nr. 41, 45 und 47 aus der Frühzeit der Kolonie abgesehen – setzte erst Ende der 1920er Jahre ein. In der Salzachstraße hatten zwei Privatschulen ihr Domizil: die in den 1960er Jahren geschlossene Griebel-Schule, eine Oberschule für Jungen, und bis heute die seit 1912 bestehende Waldschule Gerdes, eine Grundschule. Die geplante Bebauung des westlichen Straßenabschnitts dürfte den Charakter als ruhige Wohnstraße – an die Bahngeräusche haben sich die Anwohner schon lange gewöhnt – verändern.

 

 

Blick in die Salzach- von der Matterhornstraße

Nr. 6 (für Waldschule Gerdes) und 8 (Eigenbedarf), Wohnhäuser, erbaut 1929 von Franz Behrmann – Baudenkmäler

Blick vom Elvirasteig auf die Reihenhäuser Salzachstraße 24–28

Hinter dem Haus Nr. 32 beginnt der 1960 so benannte Slatdorpweg, ein schmaler Pfad entlang des Bahnzaunes, der bis zur S-Bahnbrücke Mexikoplatz hinter dem Doppelhaus Matterhornstr. 2/4 führt

Salzachstraße 41 (Alexanderstr. 7), Wohnhaus, Villa Rundschau, erbaut 1898 von Baumeister Conrad Krietsch, Karlshorst; Erstbesitzer Zeichner/Kunststicker B. Müller – Baudenkmal

Nr. 43 (Alexanderstr. 6) Ecke Bergengruenstraße, erbaut um 1897, Erstbesitzer Kfm. Robert Engelmann

Nr. 45 (Alexanderstr. 5), Wohnhaus, erbaut 1896/97 von Bauunternehmer Karl Grothe, Friedrichshagen; Erstbesitzer Fabrikbes. Alfred Wulf – Baudenkmal

Nr. 47 (Alexanderstr. 4), erbaut um 1899; Erstbesitzer Bankvorsteher Albert Heyde

Blick auf die Häuser 47 und 45

Haus Ahrenshooper Zeile 2 von der Salzachstraße aus gesehen

Salzachstr. 53a/b, Gebäude der ehem. Griebel-Schule (Waldschule), jetzt Wohnhaus

Nr. 57/59, Doppelhaus, erbaut um 1930 für den Industriellen Hans Schwabe

Als Verlängerung des Baugebiets Breisgauer Str. 1–5 wird seit Mai 2010 entlang der Bahn die Salzachstraße um ein Neubaugebiet erweitert. Rechts im Hintergrund die Sichtschutzmauer – ein Albtraum.

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