südliche Potsdamer Chaussee – Königsweg
„Neu-Zehlendorf“
![]() Museumsdorf Düppel – der östlichste Zipfel des heutigen Nikolassee (Aufnahme von 1986) |
Der um 1730 angelegte Königsweg war Teil der alten Handelsstraße Aachen–Berlin–Königsberg und damit Vorläufer der einstigen Reichsstraße 1. Durch den Bau der Potsdamer Chaussee verlor er jedoch seine Bedeutung. Er ist noch heute teilweise unbefestigt und beginnt als Königstraße in Zehlendorf-Mitte, wird ab der Wannseebahn-Brücke zum Königsweg und mündet – ab der Brücke über die Autobahn – nach rd. 3 km als Waldweg durch den Düppeler Forst in die Bernhard-Beyer-Straße in Steinstücken. Das vom Königsweg und der Potsdamer Chaussee begrenzte frühere „Neu-Zehlendorf“ – zwischen Benschallee (heute ab westlicher Clauertstraße einschl. Museumsdorf Düppel) und Stahnsdorfer Damm – kam Mitte der 1920er Jahre zu Nikolassee. Auf der südlichen Seite der Potsdamer Chaussee befindet sich zwischen Wasgensteig und Am Waldhaus auch der von Hertha Hammerbacher konzipierte Waldfriedhof Zehlendorf, Ruhestätte vieler Bürger der Nachkriegszeit.
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„Mutter Mochow“ um 1931 ... |
... und um 1939 kurz vor der Schließung |
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Beide Frauen waren nacheinander Gastwirtinnen der Gastwirtschaft „Mutter Mochow"‚ Potsdamer Chaussee 87. Albert Mochow, der Ehemann der ersteren, hatte 1877 die damals den Namen „Neu-Zehlendorf" führende Wirtschaft gekauft. Als dieser bereits 1881 starb, führte seine tatkräftige Frau Anna, geb. Heller, den Betrieb weiter. Mutter Mochow war mit ihrem resoluten, aber zugleich mütterlichen Wesen die Seele des Hauses. 1907 übergab sie den Betrieb ihrem Sohn Albert und dessen Frau Anna, geb. Müller. Letztere übernahm mit gleicher Bestimmtheit und Warmherzigkeit die Tradition ihrer Schwiegermutter als „Mutter Mochow". Durch den Ausbau der Potsdamer Chaussee und die Planung einer Reichskriegsakademie auf dem Gelände des Gutes Düppel ging die Gastwirtschaft im Jahre 1940 ein. Eine Urnengrabstelle auf dem Nikolasseer Kirchhof hält die Erinnerung an die damals weithin bekannten Trägerinnen des Namens „Mutter Mochow" fest. (aus: Henning/Natzschka in „Gräber bekannter Persönlichkeiten auf dem ev. Kirchhof Nikolassee"). Das denkmalgeschützte Hauses wurde 1896/97 von H. Polkow erbaut.
Mitteltrakt; über dem damaligen Eingang „Gasthaus Mutter Mochow“, darunter „Albert Mochow“ (1939) |
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ehem. Königsweg 130, heute Quastheide 1, Kinderheim Lindenhof/Jugendaufbauwerk – Pädagogischer Verbund Lindenhof. Das abgebildete „historische Haus“ war Teil einer Poststation Friedrich des Großen, später „Fröhlichs Hof“. Auf dem umgebenden Gelände zwischen Lissabonallee im Westen und Wasgensteig im Osten entstand in den 1980er Jahren die Gartenstadt Düppel. |
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Königsweg 142, früher Bahnwärterhaus (Stammbahn), Restaurant Wiesengrund, um 1940 (Gastwirt O. Niewe) und 1983 |
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Die Waldhaus-Klinik an der Potsdamer Chaussee 69/Am Waldhaus, gegründet 1904 als „Privat-Irrenanstalt“ von den Ärzten Dr. Max Arndt und Dr. Emil Nawratzki („Arndt- u. Nawratzki’sches Haus“), beide in Nikolassee wohnhaft. Ansichten von 1912 und 1965. |
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